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Runde Sensoren

2011-03-07

Dass bei der Analog-Fotografie das Bildformat durch das Negativ-Format fest vorgegeben war, bedeutet für die Digitalfotografie nicht, dass es hier genau so sein muss, denn der Sensor könnte hier rund oder zumindest quadratisch ausgeführt werden und das spätere Bildformat (hoch/quer, 4:3, 3:2 oder16:9) kann man aus der Gesamtaufnahme herausschneiden.

Heute ist es so, dass jeder Sensor eine rechteckige Fläche mit dem Seitenverhältnis 3:2 (Kleinbildformat) oder 4:3 (Fernsehformat) hat. Man kann dann über das Menü diese maximale Sensorfläche auf eine andere Proportion einstellen. Das sollte man aber nicht tun und immer mit der vorgegebenen Sensorfläche fotografieren und einen eventuellen Beschnitt erst im Nachhinein, in der digitalen "Dunkelkammer" ausführen.

Hingegen sollte es in den Suchern ausblendbare Raster geben, die einen späteren Beschnitt anzeigen.

Unsere Linse ist rund und auch der Sensor könnte kreisrund sein und die Fähigkeiten der Linsen in gleicher Weise in allen Richtungen nutzen. Stattdessen beschränkt man sich auf das Kleinbildformat und verzichtet auf die möglichen Bildbereiche in der Vertikalen. Aber die zugehörigen Linsenflächen schleppen wir völlig unnötig bei jedem Ausflug mit herum.

Die Hasselblad-Kamera hat das immer schon gewusst und arbeitet in der V-Serie mit dem Format 6x6.

Mit einem quadratischen Sensor-Format werden Hochformat-Aufnahmen unnötig.

Mit einem kreisrunden Sensor-Format würde die runde Linsenform optimal und in allen Richtungen genutzt werden.
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