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Datenbanken verschieben

Picasa speichert alle administrativen Daten in zwei Ordnern

C:\Users\<user>\AppData\Local\Google\Picasa2
C:\Users\<user>\AppData\Local\Google\Picasa2Albums

<user> muss man durch den Namen des eingeloggten Users ersetzen.

Diese Datenbanken können ziemlich groß werden und beanspruchen dabei Platz am Systemlaufwerk. Außerdem machen diese ortsfesten Ordner das Bildarchiv unbeweglich.

Beispiel

Wenn man die Bilder auf einem externen Laufwerk gespeichert hat und die Bilder durch Picasa indizieren lässt, kann zwar auf dem lokalen Rechner damit arbeiten, wenn man aber das externe Laufwerk an einen mobilen Arbeitsplatz anschließt, werden von einem dort installierten Picasa alle Bilder erneut erfasst und alle bereits getätigten Einstellungen am Heimrechner sind dort nicht verfügbar.

Es besteht über die Picasa-Oberfläche keine Möglichkeit, diese beiden Ordner auf ein anderes Laufwerk zu verschieben.

Es ist aber seit Windows Vista mit dem DOS-Kommamdo MKLINK möglich (ohne irgendeine Einstellungsänderung an Picasa) ein anderes Verzeichnis mit diesen beiden Ordnern zu verknüpfen.

Vorgangsweise

  • Picasa schließen und warten bis alle Datenbanken geschlossen sind (kann je nach Bearbeitungszustand einige Zeit dauern)
  • Die zwei Ordner Picasa2 von C:\Users\<user>\AppData\Local\Google und Picasa2Albums an einen anderen Speicherort verschieben (zum Beispiel S:\Picasa) (d.h. die beiden Ordner existieren danach nicht mehr an ihrem ursprünglichen Speicherort 
  • C:\Users\<user>\AppData\Local\GoogleSymbolische Verknüpfungen in den leeren Verzeichnissen anlegen
    C:\>MKLINK /D C:\Users\<user>\AppData\Local\Google\Picasa2 S:\Picasa\Picasa2
    C:\>MKLINK /D C:\Users\<user>\AppData\Local\Google\Picasa2Albums S:\Picasa\Picasa2Album

Verknüpfungen unter Windows

Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Dateiverknüpfung, die mit Windows immer schon möglich war und die in einer kleinen Datei mit der Endung lnk gespeichert wird und dieser neuen Dateisystemverknüpfung. (siehe Symbolische_Verknüpfung

Die bisherige Dateiverknüpfung kann praktisch nur vom Benutzer verwendet werden, denn ein Programm müsste die Datei mit der Endung lnk lesen und interpretieren. Kaum ein Programm macht das.

Dagegen ist die Dateisystemverknüpfung für die Programme unsichtbar. Das Programm kann die symbolischen Links in diesen Verzeichnissen nicht sehen, es sieht nur die dorthin verknüpften Dateien.

MKLINK

MKLINK [ [ /D ] | [ /H ] | [ /J ] ] Verknüpfung Ziel

        /D           Erstellt eine symbolische Verknüpfung für ein Verzeichnis.
                     Standardmäßig wird eine symbolische Verknüpfung für
                     eine Datei erstellt.
        /H           Erstellt eine feste Verknüpfung anstelle einer
                     symbolischen Verknüpfung.
        /J           Erstellt eine Verzeichnisverbindung.
        Verknüpfung  Gibt den Namen für die symbolischen Verknüpfung an.
        Ziel         Gibt den Pfad (relativ oder absolut) an, auf den die
                     neue Verknüpfung verweist.

Den Unterschied zwischen einer symbolischen und harten Verknüpfung bemerkt man bei einem Backup: bei der symbolischen Verknüpfung werden die Dateien des verknüpften Ordners nicht kopiert, bei einer harten Verknüpfung aber schon.

Überprüfung von Verknüpfungen

Wenn man in einem DOS-Fenster das Verzeichnis betrachtet, sieht man statt der üblichen Bezeichnung <DIR> die Bezeichnung <SYMLINKD>.

C:\Users\EIZO\AppData\Local\Google>dir
 Volume in Laufwerk C: hat keine Bezeichnung.
 Volumeseriennummer: 842A-E76B

 Verzeichnis von C:\Users\EIZO\AppData\Local\Google

20.03.2011  11:27    <DIR>          .
20.03.2011  11:27    <DIR>          ..
05.10.2009  22:32    <DIR>          Chrome
18.03.2011  12:34    <DIR>          CrashReports
08.01.2011  22:24    <DIR>          Custom Buttons
20.03.2011  11:28               459 Desktop.lnk
11.01.2011  05:35    <DIR>          GBScreensaver
22.12.2010  06:48    <SYMLINKD>     Picasa2 [S:\Picasa\Picasa2]
22.12.2010  06:48    <SYMLINKD>     Picasa2Albums [S:\Picasa\Picasa2Albums]
24.10.2010  00:05    <DIR>          Update
               1 Datei(en),            459 Bytes
               9 Verzeichnis(se),  7.605.645.312 Bytes frei

Mit dem Programm junction kann man bestehende Verknüpfungen überprüfen. Das folgende Beispiel zeigt die beiden Verknüpfungen für die beiden Ordner Picasa2 und Picasa2Albums

S:\Desktop>junction -s c:\users\eizo\appdata\local\google

Junction v1.06 - Windows junction creator and reparse point viewer
Copyright (C) 2000-2010 Mark Russinovich
Sysinternals - www.sysinternals.com

\\?\c:\users\eizo\appdata\local\google\Picasa2: SYMBOLIC LINK
   Print Name     : S:\Picasa\Picasa2
   Substitute Name: \??\S:\Picasa\Picasa2

\\?\c:\users\eizo\appdata\local\google\Picasa2Albums: SYMBOLIC LINK
   Print Name     : S:\Picasa\Picasa2Albums
   Substitute Name: \??\S:\Picasa\Picasa2Albums
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